Alle Jugendlichen sind bis zum Ende des Schuljahres, in dem sie 18 Jahre alt werden, berufsschulpflichtig.

Dies bedeutet konkret: Für Jugendliche, die die Hauptschule bzw. Förderschule ohne einen Hauptschulabschluss verlassen und

  • weder eine Berufsausbildung (Lehre) beginnen
  • noch eine weiterführende Schule besuchen

besteht die gesetzliche Pflicht, das VAB zu besuchen.

Das VAB schließt ein schulisch begleitetes Betriebspraktikum ein. Es wird von der Schule entsprechend der örtlichen Situation organisiert und inhaltlich ausgestaltet. Das Praktikum wird als fortlaufendes Praktikum an einem festgelegten Wochentag und als Wochenpraktikum durchgeführt. Die regelmäßige und lückenlose Teilnahme ist Pflichtbestandteil des VAB und wird zusätzlich zum Abschlusszeugnis bescheinigt.

Aufnahmevoraussetzungen

In das VAB kann aufgenommen werden, wer nicht über einen schulischen Abschluss verfügt oder den Förderschulabschluss erlangt hat.

Besondere pädagogische Aspekte

Durch den Besuch des VAB sollen die Startchancen des Jugendlichen in den Beruf verbessert werden. Aus diesem Grund werden die unterschiedlichen Begabungen und Voraussetzungen, die die Jugendlichen mitbringen, berücksichtigt und deshalb werden die Jugendlichen intensiver als an anderen Schularten betreut.

Dies geschieht zum einen durch die Bildung kleinerer Klassen als sonst üblich. Zum anderen wird bei der Klassenbildung auf das individuelle Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler geachtet. Zudem erfolgt auch innerhalb der Klassen im fachpraktischen Unterricht eine Gruppenaufteilung, die auf die Gegebenheiten in der Klasse Rücksicht nimmt.

Jugendberufshilfe

Zum Team der Schule gehört auch eine Jugendberufshelferin, die die Jugendlichen beim Übergang von der Schule ins Berufsleben berät und unterstützt. So wird jeder Schülerin und jedem Schüler die Möglichkeit gegeben, eine eigene berufliche Perspektive zu entwickeln.

Unterrichtsfächer

Fach Wochenstunden*
Religionslehre 1
Sport mind. 1
Deutsch mind. 3

Mathematik und Fachrechnen

mind. 3
Englisch mind. 3

Berufspraktische und Berufsfachliche Kompetenz (pro Berufsfeld)

mind. 4

Lebensweltbezogene Kompetenz (mit Gemeinschaftskunde und Wirtschaftskunde)

mind. 1
Sprach- und Rechenkompetenz mind. 2

Projektkompetenz mit Sozialkompetenz

mind. 2
Computeranwendungen mind. 1
Individuelle Förderung mind. 2

Praktikumsbezogene
Kompetenz

mind. 1

Betriebspraktikum (1 Tag/Woche)

mind. 6

 gesamt 30-36

An der Beruflichen Schule im Mauerfeld können folgende
Berufsfelder Bestandteil der Ausbildung sein:

  • Ernährung und Hauswirtschaft
  • Textiltechnik und Bekleidung
  • Sozialpflegerische Berufe
  • Wirtschaft und Verwaltung

Ausbildungsziele

Jugendliche ohne Hauptschulabschluss haben ein weiteres Jahr Zeit, um körperlich und geistig zu reifen. Die Jugendlichen können in diesem Schuljahr nachholen, was sie eventuell in der allgemeinbildenden Schule versäumt haben.
Das VAB

  • vertieft und erweitert die allgemeine Bildung,
  • fördert den Erwerb von praktischen Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen,
  • vermittelt ein berufliches Grundwissen in bis zu drei Berufsfeldern und
  • unterstützt die berufliche Orientierung und Berufsfindung.

Weitere Unterstützung erfahren die Schülerinnen und Schüler durch individuelle Förder- und Berufswegeplanung.

Anschluss

Mit bestandener Abschlussprüfung des VAB

  • ist die allgemeine Berufsschulpflicht erfüllt, sofern keine Ausbildung begonnen wird
  • ist die Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf möglich.

Nach Bestehen der Abschlussprüfung können die Schülerinnen und Schüler an einer Zusatzprüfung teilnehmen. Mit Bestehen dieser Zusatzprüfung wird ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Bildungsabschluss zuerkannt. 

Mit bestandener Zusatzprüfung ist der Zugang in die Zweijährige Berufsfachschule möglich.