Die Inhaltsstoffe der asiatischen Goji –Beere klingen verheißungsvoll: Polysaccharide mit ungewöhnlichen Zuckerbausteinen, unter anderem Arabinose, Mannose, Xylose, 18 verschiedene Aminosäuren, Carotinoide, wie das Xanthophyll Zeaxanthindipalmitat sowie ein ansehnlicher Vitamin C-Gehalt. Es stellt sich die Frage, ob diese Stoffe so ungewöhnlich sind, dass sie ausschließlich über Goji-Beeren zu erhalten sind.

Ernüchternd muss festgestellt werden, Carotinoide sind in allen gelben, roten und grünen Gemüse-und Obstsorten reichlich vorhanden. Weiterhin liefern verschiedene Gemüse und vor allem Vollkornprodukte genauso wirksame Kohlenhydratarten, die unserer Darmflora gut tun. Auch der Bedarf an essentiellen Aminosäuren ist durch unsere proteinreiche Ernährung bei der Mehrheit mehr als gedeckt. Einen ähnlichen Vitamin C-Gehalt haben Zitrusfrüchte und Erdbeeren. Zudem kann bei Goji-Beeren immer wieder eine hohe Schadstoffbelastung festgestellt werden und sie sind durch weite Transportwege relativ teuer.  

Fazit: Wer sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, isst genügend einheimisches Superfood! (Quellen: K. A.  Goerg, Goji-Beeren, Ernährungsumschau 7/17 S29)

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Text: Ulrike Müller-Greiner

Foto: Jens Erler