Theaterbesuch am 14. Dezember 2016

Der Literaturkurs der Klasse SGGG 12 unserer Schule sowie zwei ehemalige Schüler des letztjährigen Literaturkurses aus der SGGG 13 besuchten die von nur vier Schauspielern und einem Musiker getragene Vorstellung in Begleitung ihrer Lehrerin, Frau Karpf.

Tschick – „wir waren unterwegs, und wir würden immer unterwegs sein“, so das Motto des Jugendromans des 2013 verstorbenen Autors Wolfgang Herrndorf. Es wird zur Zeit im Freiburger Theater in einer Fassung von Robert Koall aufgeführt. Erwachsenwerden als Lebensphase, in der sich alles verändert, als Reise, an deren Ende nichts mehr so ist, wie es beim Aufbruch war, ist das Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen berührende Thema des Stücks.

Der Literaturkurs der Klasse SGGG 12 unserer Schule sowie zwei ehemalige Schüler des letztjährigen Literaturkurses aus der SGGG 13 besuchten die von nur vier Schauspielern und einem Musiker getragene Vorstellung in Begleitung ihrer Lehrerin, Frau Karpf.

In der ca. zwei Stunden dauernden Aufführung waren alle Zuschauer davon begeistert, mit welch minimalistischen Mitteln ein Bühnenbild auskommen kann. Ca. 15 große Würfel reichen aus, um mal die Fahrt der beiden Hauptfiguren Tschick und Mike im Auto in die Walachei oder Mikes schickes, aber gefühlloses Zuhause oder eine angesagte Party-Location zu suggerieren. Identitätsstiftende Musik für jugendliche Zuschauer gibt es nicht, da im geklauten Lada Niva leider nur ein Kassettenrekorder und eine Collection von R. Clayderman zu finden ist. Aber das stört junge und erwachsene Zuschauer wenig, da bei Bedarf auch laute Tonpassagen der Verdeutlichung der Aussage dienen.

Die Zuschauer verlassen das „Kleine Haus“ in Freiburg mit dem Gefühl, wirklich gutes Theater gesehen zu haben. Man hängt ein bisschen den Gedanken über das eigene Leben nach und sagt sich: „Carpe diem“, so wie es Tschick und Mike getan haben.