Berührungsgelegenheit mit dem Ernährungswissenschaftlichen und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasium

Am Donnerstag, 3. Dezember 2015 hatten Schülerinnen und Schüler von drei Realschulen die Gelegenheit Gymnasialluft an der Hauswirtschaftlichen Schule Lahr zu schnuppern. Diese Chance nutzen über 40 Schülerinnen und Schüler der Otto-Hahn-Realschule, der Realschule Friesenheim und des August-Ruf-Bildungszentrums. Nach einem allgemeinen Vortrag über Vorbedingungen, Inhalten und möglichen Zielen stellten sich diverse Kollegen den Schülern vor und beantworteten Fragen. Interessant für die Gäste dürfte die Vorstellung von vier Schülerinnen und Schülern der jetzigen Eingangsklasse des Gesundheitsgymnasiums gewesen sein. Sie schilderten aus erster Hand ihre Erfahrungen nach den ersten drei Monaten und empfahlen unsere Schule wärmstens weiter. Die „Größe“ der Schule ließe eine individuelle Begleitung jeden einzelnen Schülers zu. Frau Yilmaz-Das, die Oberstufenberaterin beantwortete dann noch weitere anstehende Fragen.

Nach einer leiblichen Stärkung – die Küche hatte uns mit Kuchen und Hefezöpfen versorgt - konnten die Teilnehmer an zwei verschiedenen Praktika teilnehmen. Zur Auswahl standen drei Angebote.

Im Pflegeraum erhielten die Schülerinnen zunächst einen Überblick über die Inhalte und Anforderungen des Profilfachs Gesundheit und Pflege. Diesen Teil übernahm Frau Winkels, die in diesem Jahr eine Klasse des Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums zum Abitur führt.

Danach bot sich hierdie Gelegenheit bei verschiedenen Wahrnehmungsübungen körperliche Beeinträchtigungen selbst zu erfahren, um sich in Betroffene einfühlen zu können. Präparierte Brillen simulierten verschiedene Sehbeeinträchtigungen. Eine Runde durch das Schulhaus mit solch einer Brille auf der Nase und zusammen mit einem gesunden Partner hinterließ bei so manchen ganz neue Eindrücke. In der Eingangsklasse dienen diese Übungen zur Einführung in das Thema Pflege. Anhand der Übungen werden Erwartungen, Wünsche und Anforderungen an das Pflegepersonal erarbeitet.

Weitere Stationen boten Erfahrungen mit Hör- oder Bewegungseinschränkungen. Auch einen Stern nachzuzeichnen, der nur in einem Spiegel betrachtet wurd, erforderte höchste Konzentration, Fleiß und Geduld und förderte das Verständnis für Menschen mit Lernbeeinträchtigungen. Die Schüler/innen hatten viel Spaß beim eigenen Erleben und gingen hoffentlich um einige Erfahrungen reicher nach Hause.

Im Biologieraum konnten die Realschüler die Anatomie des Herzens, der Lunge und weiterer Brustkorborgane ansehen, tasten und auch selbst darstellen. Frau Dr. Seebeck, Stellvertretende Schulleiterin und Lehrerin des Profilfaches Gesundheit und Pflege hatte mehrere Organe vom Schwein mitgebracht, die unter Anleitung zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangstufe 1 des Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums präpariert werden konnten. Im Vorfeld wurde ein kurzer Überblick über den Bau der Organe gegeben. Einige Schülerinnen der Eingangsklasse des SGGGs kamen auch vorbei, um Einblicke zu erhalten.

Hier einige Impressionen dazu:

 

 

 

 

 

Begeistert waren viele Teilnehmer vom Praktikum im Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium. Hier hieß das Thema für die Schnupperpraktikanten:
Bubble Tea- Popping Bobas-Herstellung im EG Schnupperpraktikum

Zuvor ein paar Impressionen aus dem Chemiesaal:

Beim EG-Schnupperpraktikum waren die Schüler den Geheimnissen der molekularen Küche auf der Spur und gewannen Einblicke in die sensorische Lebensmittelprüfung. Zwei Gruppen mit jeweils 12 interessierten Gastschülern waren unter Anleitung ihrer erfahrenen EG J2-Coaches mit Waage Magnetrührer und Mikroliterspritzen tätig, um aus Mango/Maracuja/Orangensaft, Popping Bobas herzustellen. Es gelang hervorragend. Nun ging es an die sensorische Prüfung. Lea und Stephanie bzw. Michele und Iwona aus der Klasse EG 12 gaben als Einführung einen informativen Überblick über unsere fünf Sinne. Sie wiesen darauf hin, dass bei einer sensorischen Prüfung darauf zu achten sei, dass jeder Sinn isoliert betrachtet werde. Schnell erkannten die so geschulten „Prüfer“, den Unterschied zwischen Fruchtnektar und echtem Saft. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Vortrag von Dr. Erler zu den Inhalten der einzelnen Jahrgangsstufen und den vielfältigen Studien- und Berufsmöglichkeiten im naturwissenschaftlichen Bereich nach Besuch des ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums.

Wir hoffen, dass der Tag den Teilnehmern Freude bereitet hat und ihr Interesse wecken konnte. Wir würden uns sehr freuen, viele der Gäste als Schüler im nächsten Jahr an unserer Schule begrüßen zu dürfen. Für alle, die nicht an diesem Tag dabei sein konnten, gibt es weitere Möglichkeiten unsere Schule näher kennenzulernen. Am Infotag, 17. Februar 2016, öffnet unsere Schule die Türen und bietet Einblicke in sämtliche Fachräume und Gelegenheit ins Gespräch zu kommen. Gerne können Sie sich auch individuell mit uns in Verbindung setzen.

Noch ein letzter Hinweis: wenn Sie sich entschlossen haben, das EG (Ernährungswissenschaftliches Gymnasium) oder das SGGG (Gesundheitswissenschaftliches Gymnasium) bei uns besuchen zu wollen, müssen Sie sich über das Zentrale Anmeldeverfahren bewerben. Sie können sich unter folgender Adresse:  http://anmeldung-bs.rpf.fr.schule-bw.de ab dem 1. Februar 2016 dort registrieren und unsere Schule mit der Wahl des Profils in die erste Priorität wählen. Vielen Dank allen, die diesen Tag gestaltet haben und denen die diesen Tag genutzt haben!

Artikel von Ulrike Müller-Greiner, Simone Winkels und Christina Seebeck
Fotos: Christina Seebeck