Am 18. November 2019 besuchten 16 Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs I Pflege der Maria-Furtwängler-Schule in Lahr zusammen mit ihrer Lehrerin, Gabriele Haiß, die CELENUS-Kliniken in Gengenbach, eine Einrichtung mit dem Schwerpunkt auf psychosomatischer Rehabilitation.

Die Begrüßung und Vorstellung der Kliniken erfolgte durch die stellvertretende Klinikdirektorin Frau Roch.

Während der Hausführung konnten die Schülerinnen und Schüler erste Eindrücke von der Organisation und den Abläufen einer Rehabilitationsklinik bekommen. Im MTT-Raum (medizinische Trainingstherapie) erklärte eine Mitarbeiterin die Geräte und den beruflichen Werdegang der Berufsgruppen "Physiotherapie", "Sportlehrer" und "medizinischer Bademeister". Dann durften sich die SchülerInnen ihre Balance auf dem Posturomed üben, eines der vielen Geräte im MTT-Raum.

Die Lehrküche stand als nächster Punkt auf dem Programm. Dort stellte die Diätassistentin ihren Beruf vor und erklärte ihr Aufgabenfeld in der psychosomatischen Reha.

Nach kurzer Stärkung wurden folgten Vorträge von Oberarzt Dr. Jitten und Chefartzt Dr. Zentgraf zu häufigen Krankheitsbildern, zum Beispiel chronischen Schmerzstörungen. Dass auch dem Sozialdienst in einer Rehabilitation ein großer Stellenwert beigemessen wird, wurde von der Sozialarbeiterin anhand von Beispielen sehr praxisnah erläutert und dargestellt. Die Stationsleitungen erklärten den Unterschied der Pflegeaufgaben in einer psychosomatischen Rehabilitationsklinik und einem Akutkrankenhaus.


Der Pflege kommt in der Psychosomatik eine besondere Bedeutung zu. Das Pflegeteam arbeitet co-therapeutisch und ist eingebunden in das therapeutische Konzept der Klinik. Pfleger sind meist erster Ansprechpartner für die Patienten. Von den Pflegemitarbeitern werden Gruppen zu Themen wie etwa Alltagskompetenz, Entspannung, Angstbewältig oder Freizeitgestaltung angeboten. Damit hat die psychosomatische Pflege eigene therapeutische Kompetenz.

Die Kliniken bilden zwar nicht aus, jedoch können über die Kooperation mit dem Ortenau Klinikum Pflegeschüler während ihrer Ausbildungszeit 120 Psychiatriestunden absolvieren.

Nach dieser Fülle an Informationen durften die Schüler noch zum Schluss in der Ergotherapie ein Aufmerksamkeitstest am PC absolvieren sowie die verschiedenen Techniken der Arbeits- und Kreativtherapie kennenlernen. Eine Mitarbeiterin erklärte zudem den Beruf und die Aufgaben des Ergotherapeuten in einer psychosomatischen Reha-Einrichtung.

Die Schüler nahmen sehr viele Informationen und Eindrücke mit und es wurde beschlossen, dass weitere Besuche geplant werden.

(Quelle: K.Willmann, Verwaltung Celenusklinik Gengenbach; Text gekürzt von Gabriele Haiß, Bildquellen: G.Haiß)