Gibt es Zusammenhänge?

Das fragte uns die organisierende Lehrerin, Frau Haiß, während einer die Studienfahrt vorbereitenden Stunde. Immer häufiger kommt es vor, dass Wörter aus der Zeit des Dritten Reiches in Songtexten großer Stars Platz finden, von jungen Fans mitgehört, mitgesungen oder gar weitergegeben, steht die Würde von mehr als sechs Millionen in Konzentrationslagern gequälten und ermordeten Menschen erneut auf dem Spiel- oftmals nicht einmal in böser Absicht!

Aber eben weil Unwissenheit so gefährlich ist, weil dadurch vieles unüberlegt in unserer Sprache wieder Platz findet, obwohl es schon so lange her ist, eben genau deswegen haben sich 19 Schülerinnen und Schüler auf den weiten Weg nach Dachau gemacht, um sich vor Ort ein Bild zu machen von dem, wie es diesen „Insassen“ tatsächlich ergangen ist.

"Arbeit macht frei?"

Jüdische Gedenkstätte

Sie waren bereit, sich auch emotional mit den Bedingungen vor Ort zu konfrontieren. Die Idee dazu war von der Berufsschulklasse der Fachpraktiker/innen Hauswirtschaft gekommen, in der Frau Lorenz-Fischer Klassenlehrerin ist. Sie hat die Gruppen ebenfalls begleitet. Interessierte Schülerinnen und Schüler aus dem Berufskolleg Soziales in Teilzeit sowie dem Sozialwissenschaftlichen Gymnasium mit dem Profil Gesundheit nahmen das Angebot außerdem gerne wahr.

„Es war gut, dass ich mitgefahren bin“ - so eine Schülern während der Nachbereitungsstunde- „das Mahnmal mit der Aufschrift; ‚den Toten zur Ehr – den Lebenden zur Mahnung‘ – das macht für mich jetzt so richtig Sinn“.

Bericht und Fotos: Gabriele Haiß

 Weitere Impressionen über unsere Studienreise finden Sie in unserer Fotogalerie:
Juli 2018 - Der Echoskandal um Farid Bang und eine Reise ins Konzentrationslager bei Dachau