Die Berufsaufbauschule ist ein Weiterbildungsangebot des so genannten „Zweiten Bildungsweges“. Sie baut – wie der Name schon sagt – auf einen bereits erlernten Beruf auf: Jungen Menschen mit Hauptschulabschluss und mit abgeschlossener Berufsausbildung soll die Möglichkeit eröffnet werden, einen weiterführenden Schulabschluss zu erwerben.

Die Ausbildung dauert ein Jahr und wird in Vollzeit unterrichtet. Es gelten die für alle öffentlichen Schulen bestimmten Feiertage und Ferientermine.

Die Ausbildung schließt mit einer zentralen schriftlichen und mündlichen Prüfung ab.

Schriftliche Prüfungsfächer sind:

  • Deutsch,
  • Mathematik,
  • Englisch und
  • Biologie

In mindestens einem Fach erfolgt eine mündliche Prüfung.

Aufnahmevoraussetzungen

Für die Aufnahme in die Berufsaufbauschule müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  1. Das Abschlusszeugnis der Hauptschule bzw. ein gleichwertiger Bildungsstand
  2. Das Abschlusszeugnis der Berufsschule bzw. falls diese nicht besucht wurde:
    • das Abschlusszeugnis einer einjährigen Berufsfachschule
    • das Abschlusszeugnis einer sonstigen mindestens zweijährigen nicht zur Prüfung der Fachschulreife führenden Berufsfachschule
  3. Der erfolgreiche Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf bzw. eine mindestens vierjährige berufliche Tätigkeit, wobei die Zeit des Besuchs einer Berufsfachschule mit Ausnahme wiederholter Schuljahre angerechnet wird.

Bei ausländischen Schülern zusätzlich ausreichende deutsche Sprachkenntnisse.

Unterrichtsfächer

 Fach  Wochenstunden
 Religionslehre  1
 Deutsch
 Englisch
Geschichte mit Gemeinschaftskunde
 Mathematik
 Physik
 Chemie
Biologie 
Wirtschaftslehre 
  33

 Wahlbereich z.B.  
 Datenverarbeitung

 

Alle Schüler werden zunächst auf Probe aufgenommen. Am Ende des ersten Schulhalbjahres wird aufgrund der Noten des Halbjahreszeugnisses entschieden, ob die Probezeit bestanden ist.

Ausbildungsziele

In der Berufsaufbauschule wird, aufbauend auf dem Hauptschulabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung, die Fachschulreife erworben. Damit werden die Schüler zum einen auf die Übernahme qualifizierter Tätigkeiten im Beruf vorbereitet, zum anderen wird ihnen die Befähigung vermittelt, weiterführende schulische Bildungseinrichtungen zu besuchen.

Anschluss

Der erfolgreiche Abschluss der Berufsaufbauschule berechtigt zu folgenden Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Zugang zum einjährigen Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife (BKFH)
  • Zugang in die Berufsoberschulen
  • Zugang in das Berufliche Gymnasium/Abendgymnasium
  • Erzieherausbildung an einer Fachschule für Sozialpädagogik
  • Zugang zu allen Berufen und Fachschulen, die den mittleren Bildungsabschluss fordern (z.B. Technischer Assistent, Fachschule für Gesundheit und Pflege …)
  • Zugang zur mittleren Verwaltungslaufbahn