Die Zweijährige Berufsfachschule mit diesem Profil richtet sich vor allem an Jugendliche, die Berufe im Gesundheitswesen anstreben. Typische Berufe in diesem Bereich sind u. a. Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Altenpfleger/-in, medizinische(r) Fachangestellte(r) (Arzthelfer/-in), Hebamme, Physiotherapeut/-in oder medizinische-technische Assistentenberufe.

Die Zweijährige Berufsfachschule schließt im ersten Schuljahr ein schulisch begleitetes Betriebspraktikum ein. Das Betriebspraktikum wird in einem zweiwöchigem Block durchgeführt. Jeder Schüler wird von einem Fachlehrer an seiner Praktikumsstelle besucht und betreut.

Die Absolventen der zweijährigen Berufsfachschule, die in das Berufsleben eintreten und kein Ausbildungsverhältnis eingehen, haben die Berufsschulpflicht erfüllt.

Alle Schüler werden zunächst auf Probe aufgenommen. Am Ende des ersten Schulhalbjahres wird aufgrund der Noten des Halbjahreszeugnisses entschieden, ob die Probezeit bestanden ist.

Reichen die Halbjahresnoten nicht aus, um in das 2. Schuljahr versetzt zu werden, muss der Schüler die Schule verlassen. Eine Wiederholung des Schuljahres ist dann nicht möglich.

Aufnahmevoraussetzungen

Für die Aufnahme in die Zweijährige Berufsfachschule gelten alternativ folgende Zugangsvoraussetzungen:

  1. Möglichkeit:
    • Ein Hauptschulabschluss oder
    • ein Abschlusszeugnis des Berufseinstiegsjahres
  2. Möglichkeit:
    • ein Jahreszeugnis der 8. Klasse der Hauptschule / Werkrealschule
      • der Notendurchschnitt der Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik muss 3,0 oder besser sein
  3. Möglichkeit:
    • ein Versetzungszeugnis in die 10. Klasse einer Realschule oder eines Gymnasiums bzw. in die 9. Klasse eines Gymnasiums des achtjährigen Bildungsganges (G8)
  4. Möglichkeit:
    • ein Abgangszeugnis der 9. Klasse einer Realschule oder eines Gymnasiums bzw. in die 8. Klasse eines Gymnasiums des achtjährigen Bildungsganges (G8)
      • der Notendurchschnitt der Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik muss 4,0 oder besser sein
      • nur in einem dieser drei Fächer darf die Note „mangelhaft“ (5) stehen

Unterrichtsfächer

Fach 1. Jahr 2. Jahr
Religionslehre 2 1
Deutsch

3

2
Englisch 3 4

Geschichte mit Gemeinschaftskunde

2 2
Sport 2 2
Mathematik 3 4

Chemie oder Biologie oder Physik

2 2

Berufsfachliche Kompetenz mit Projektkompetenz
umfasst u. a. Biologie mit Gesundheitslehre, Pflege, Ernährungslehre, Wirtschaftslehre

6 6

Berufspraktische Kompetenz
umfasst u. a. Pflege, Labortechnologie,
Textverarbeitung

5 5

Wahlpflichtbereich 
z. B. Stützunterricht, Textverarbeitung,
Biologie, Chemie, Physik, Berufliches
Vertiefungsfach, Projektarbeit

4 4

  32 32

 

Ausbildungsziele

Die zweijährige Berufsfachschule Gesundheit und Pflege verfolgt folgende Ziele:

  • Erwerb der Fachschulreife bzw. des Mittleren Bildungsabschlusses (entspricht der Mittleren Reife der Realschulen)
  • Erweiterung der allgemeinen Bildung
  • Eine breit angelegte berufliche Grundausbildung im Bereich Gesundheit und Pflege
  • Einsicht in die naturwissenschaftlichen Grundlagen von Anatomie und Medizin
  • Kenntnisse über die Unterstützung und Begleitung pflegebedürftiger Menschen
  • Sicherheit im Hinblick auf die richtige Berufsentscheidung

Anschluss

  • Der erfolgreiche Abschluss der Zweijährigen Berufsfachschule mit der Fachschulreife
  • befähigt zum Besuch eines Beruflichen Gymnasiums. Voraussetzung: die Fachschulreife mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3,0 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik, wobei kein Fach schlechter als „ausreichend“ benotet sein darf
  • vermittelt die Zugangsberechtigung für viele Ausbildungsberufe (im Gesundheitsbereich z.B. Gesundheits-/Krankenpfleger/-in, Altenpfleger/-in, Hebamme, Diätassistent/-in)
  • bereitet auf die Ausbildung in medizinisch-, chemisch-, biologisch-, pharmazeutisch- und veterinärmedizinisch-technischen Assistentenberufen (über jeweilige Berufskollegs) vor